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Dalles & Dowidl - Im jüdischen Kaffeehaus

Dalles & Dowidl - Im jüdischen Kaffeehaus

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Wann:

  • So 9. Jul ’17, 20:00 – 22:00
  • So 16. Jul ’17, 20:00 – 22:00
  • So 23. Jul ’17, 20:00 – 22:00
  • So 30. Jul ’17, 20:00 – 22:00
  • So 6. Aug ’17, 20:00 – 22:00
  • So 20. Aug ’17, 20:00 – 22:00
  • So 27. Aug ’17, 20:00 – 22:00
  • So 10. Sep, 20:00 – 22:00
  • Alle Sitzungen sehen

Wo:

Café Landtmann, Dr. Karl Lueger - Ring 4, 01. Innere Stadt Landkarte anzeigen

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Ticket Information:

  • Einheitspreis: €18,00

Homepage:

Tinte und Kaffee

Hier geht es nicht nur um den großen Einfluss jüdischer Autoren auf die Wiener Kaffeehausliteratur – man denke nur an Namen wie Peter Altenberg, Karl Kraus, Friedrich Torberg – sondern vor allem um die untergegangene Welt des jüdischen Kabaretts zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Und wussten Sie eigentlich, dass die Gründung von Israel ursprünglich im Café Landtmann ihren Anfang nahm?

Höhepunkt des Abends ist die Wiederaufführung der berühmten „Klabriaspartie“. Dieser legendäre Einakter (von 1890) spielt in einem kleinen jüdischen Kaffeehaus in der Leopoldstadt, stand fast 40 Jahre lang beim Budapester Orpheum und anderen Kabarettensembles auf dem Spielplan und war zur damaligen Zeit genauso sprichwörtlich und „typisch“, wie für uns heutzutage vielleicht Qualtingers „Herr Karl“.

Das „Budapester Orpheum“ war die berühmteste Kabarettgruppe der Jahrhundertwende. Zu den Stars zählten Komiker wie Heinrich Eisenbach, Armin Berg – und Hans Moser, der bei den „Budapestern“ sein komödiantisches Handwerk lernte.
Diese Kabaretttexte sind teilweise die einzigen Zeugnisse, die wir noch vom jüdischen Alltagsleben im Wien des Fin de Siecle haben. Und ein Großteil dessen, was wir heute unter „jüdischem Humor“ verstehen, wurde hier erfunden und entwickelt. Nicht nur Juden, auch alle andern Wiener gingen zum Lachen am liebsten zu den „Budapestern“.

Die Verbindungen zwischen Kabarett und Kaffeehaus waren vielfältig. Diese Kabaretttheater hatten meist keine eigenen Spielstätten, sondern traten hauptsächlich in Kaffeehäusern auf. Die „Budapester“ waren z.B. jeden Sommer in „Marie Pertl’s 3. Praterkaffeehaus“ zu sehen, während Robert Weil-Homunkulus seine Satiren im Theaterkeller unterhalb des Café Landtmann zum Besten gab.

Das Landtmann war auch sonst bedeutend für jüdische Kaffeehauskultur, als Stammcafé von Intellektuellen und Künstlern wie Sigmund Freud, Arthur Schnitzler oder Stefan Zweig. Und als Treffpunkt von Theodor Herzl und den frühen Zionisten, die hier gemeinsam ihre Vision vom „jüdischen Staat“ entwickelten.

Ein unterhaltsamer Abend, mit viel Wortwitz, Situationskomik und Gesang ist garantiert!

Es spielen (alternierend):
Eva Agai, Eva Bruckner, Elisabeth Seethaler, Claudius Kölz, Andreas Kosek, René Magul, Christoph Prückner, Günter Tolar

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