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Soen

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Wann:

  • Mi 12. Apr ’17, 20:00

Wo:

Arena Wien, Baumgasse 80, 03. Landstraße Landkarte anzeigen

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Lykaia war ein archaisches Fest im antiken Griechenland, das an den Hängen des höchsten Berges des bäuerlichen Arkadiens, dem Berg Lykaion, zu Deutsch Wolfsberg abgehalten wurde und ein geheimes Ritual beinhaltete. Die Rituale und Mythen dieses primitiven Initiationsritus bargen laut Überlieferung die Gefahr, dass die daran teilnehmenden jungen Männer dem Kannibalismus verfallen oder sich in Werwölfe verwandeln könnten.I should care to let you flyA chance to retrieve what was left behindTo experience lifeSoen 'Jinn'Seit dem Entstehen der Zivilisation musste sich der menschliche Instinkt auf lange Forschungsreisen begeben. Solche Reisen sind häufig tückisch und voller Unstimmigkeiten, Spannungen und Wendungen, welche die Menschen zu einem ungeahnten Verhalten veranlassen. Stämme bekämpfen sich, Menschen suchen Unterstützung von Göttern, an die sie zuvor nicht glaubten und die gesamte Menschheit durchläuft die verschiedene Stadien von Ekstase und Todesqualen, während sie sich auf ihrer Reise im Kampf gegen Elemente, die sie nicht kontrollieren kann, aufreibt.Ein tieferer EinblickFür diejenigen, die die bisherige Karriere von SOEN verfolgt haben, ist das Konzept von Reise und Erforschung nicht neu. Das 2012er Album 'COGNITIVE' schlug einen Weg ein, den man als Heavy Progressive Metal bezeichnen konnte. Auf 'TELLURIAN' von 2014 mit seiner Mischung aus forschendem Pink Floyd-artigen Spirit und kraftvollen Parts a la Opeth, zeigten SOEN erstmalig ihre eigenen Stärken und Visionen. Ihr dritter Longplayer 'LYKAIA' ist nun eine Reise in erdigere Regionen der Musik und gleichzeitig ihr kraftvollstes und schlüssigstes kreatives Werk bisher.Mit LYKAIA bleiben SOEN ihrer Faszination für die schattigen und dunkleren Ecken unserer Welt inhaltlich treu. Dabei fokussieren sie explizit die verschiedenen Konzepte, die hinter religiösem, rituellem, glaubensbasiertem Verhalten in Gesellschaften stehen."Es gibt eine Menge faszinierender religiöser Ansätze", so Mitbegründer und Sänger Joel Ekelöf. "Sie enthalten sowohl Finsternis als auch Licht und selbstverständlich sind die finsteren faszinierend. Einige von uns sind in katholischen Haushalten aufgewachsen, weshalb wir Religionen nicht fürchten. Aber sie eröffnen einem immer wieder eine interessante Sicht auf das Leben. Wir kommen aus einem der vielleicht atheistischsten Länder der Welt, aus Schweden und etwas, das ich schon immer ziemlich bizarr fand ist, dass man, wenn man sagt, dass man an Gott oder Satan oder irgendeine Form höherer Gewalt glaubt, für ungebildet und dümmlich gehalten wird. Ich fand das immer schräg. Denn angesichts der Inspiration, die diese Glaubenskonzepte nach wie vor erzeugen, muss es da doch etwas zu erforschen geben, oder nicht?""Es ging nie um Genres, sondern immer um den Weg den wir sowohl musikalisch als auch persönlich gehen mussten", so Gründer und Schlagzeuger Martin Lopez. "Das, woran wir im Moment arbeiten, ist ein neues Abenteuer, ein neuer Weg, der sich zwar von den vergangenen unterscheidet, aber irgendwie auch auf unseren Erfahrungen der letzten Jahre aufbaut."Analog und organischMit Aufnahmen bei Ghost Ward, Studio Gröndal und Deep Well in Stockholm, der Produktion in Händen von Gitarrist Marcus Jidell und einem Mix von Stefan Boman, haben SOEN sich so fern wie nur möglich vom digitalen Zeitalter gehalten und die Wärme der organischen Aufnahmen als treibende Kraft hinter dem technischen Arbeitsprozess genutzt."Wo immer wir konnten haben wir die Musik analog gehalten, alle Sounds, die du hörst sind echt und nicht durch Samples oder Keyboards generiert. Wenn wir ein Mellotron brauchten, haben wir ein echtes besorgt. Selbst bei meinem Gesang haben wir bewusst auf die endlosen Möglichkeiten der Nachbearbeitung verzichtet und uns stattdessen auf die reine Gesangsarbeit fokussiert", sagt Joel Ekelöf.Wenn die ersten beiden Alben härtere, technischere, kantigere und vielleicht kopflastigere Werke waren, die eine hohe Aufmerksamkeit verlangten, präsentiert sich LYKAIA wärmer, runder und mit "mehr Fleisch auf den Knochen" und bietet den Hörern dadurch einen weiteren Zugang zu seinen acht Tracks. Die Reise ist nicht weniger dynamisch und führt die Betonung der komplexen Melodien mit erschütternder Kraft fort, geht furchtlos weiter in räumliche Gefilde um diese zu erforschen. LYKAIA verdeutlicht, dass SOEN sich noch nie zuvor so übereinstimmend miteinander und selbstsicher präsentiert hat. Von der getriebenen Dringlichkeit von 'Sectarian' zu den episch-kraftvollen Übergängen von Dunkelheit und Licht in 'Jinn' haben SOEN sich zu einer erschreckend kraftvollen und geschlossenen Einheit entwickelt.Inspirierende Verbindungen"Dieses Line-up hat viele gemeinsame Konzerte gespielt", sagt Joel Ekelöf. "Das erzeugt natürlich ein gutes Gefühl und eine Vertrautheit, die SOEN nur noch stärker werden lässt. Du lernst dabei, deinen musikalischen Raum mit anderen zu teilen und wirst dadurch offener für noch stärkeres Songwriting. Man kann nun zu Recht sagen, dass es mehrere unterschiedliche Wege gibt, auf denen man den Zugang zu SOENsMusik findet. Unsere langjährigen Fans werden immer Stufen der Komplexität und Vielschichtigkeit in unserer Musik finden, aber die Songstruktur ist das wichtigste. Wir wollten die Musik nie kompliziert machen, nur um der Komplexität willen. Wir wollten diese Songs weniger kantig machen, mit mehr Fleisch und Blut als Haut und Knochen, einen ganzen Körper mit all den unterschiedlichen Elementen, die man erwartet.Wer einen letzten Hinweis darauf braucht, wie LYKAIA klingt, oder vielleicht sogar riecht, der darf sich an dem exzellenten Artwork erfreuen, das altertümliche Holzschnitzkunst mit der Darstellung der wunderschönen Wildheit der Wölfe verbindet."Der Wolf hat den Menschen schon immer fasziniert und kommt weltweit in den meisten Kulturen vor. Der räuberische Instinkt, der tief in jedem von uns ruht. Das Wolfsrudel ist etwas, das Menschen verstehen und nachempfinden können, die Art wie das Rudel sich verhält, wie das Rudel einen Anführer wählt und wie leicht wir uns dem Herdentrieb fügen. Auch Schönheit findet sich darin, es ist nicht nur alles schwarz oder weiß… aber es sind Kreaturen die den 'ungezähmten Geist' sehr deutlich verkörpern", schließt Joel Ekelöf.

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