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From Sea to Dawn

From Sea to Dawn

Wann:

  • Di 30. Jan, 19:00 – 21:00
  • Mi 31. Jan, 12:00 – 18:00
  • Do 1. Feb, 12:00 – 18:00
  • Fr 2. Feb, 12:00 – 18:00
  • Sa 3. Feb, 11:00 – 16:00
  • Di 6. Feb, 12:00 – 18:00
  • Mi 7. Feb, 12:00 – 18:00
  • Do 8. Feb, 12:00 – 18:00
  • Fr 9. Feb, 12:00 – 18:00
  • Sa 10. Feb, 11:00 – 16:00
  • Di 13. Feb, 12:00 – 18:00
  • Mi 14. Feb, 12:00 – 18:00
  • Do 15. Feb, 12:00 – 18:00
  • Fr 16. Feb, 12:00 – 18:00
  • Sa 17. Feb, 11:00 – 16:00
  • Di 20. Feb, 12:00 – 18:00
  • Mi 21. Feb, 12:00 – 18:00
  • Do 22. Feb, 12:00 – 18:00
  • Fr 23. Feb, 12:00 – 18:00
  • Sa 24. Feb, 11:00 – 16:00
  • Di 27. Feb, 12:00 – 18:00
  • Mi 28. Feb, 12:00 – 18:00
  • Do 1. Mär, 12:00 – 18:00
  • Fr 2. Mär, 12:00 – 18:00
  • Sa 3. Mär, 11:00 – 16:00
  • Di 6. Mär, 12:00 – 18:00
  • Mi 7. Mär, 12:00 – 18:00
  • Do 8. Mär, 12:00 – 18:00
  • Fr 9. Mär, 12:00 – 18:00
  • Sa 10. Mär, 11:00 – 16:00
  • Alle Sitzungen sehen

Wo:

Galerie Krinzinger, Seilerstätte 16, 01. Innere Stadt

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Ticket Information:

  • Eintritt frei

ERÖFFNUNG
30. Januar 2018, 19h

AUSSTELLUNGSDAUER
31.01.–10.03.2018

INFORMATION
www.galerie-krinzinger.at
galeriekrinzinger@chello.at
+43 1 513 30 06

ÖFFNUNGSZEITEN
DI–FR 12–18h, SA 11–16h

„Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh, Hesam Rahmanian - From Sea To Dawn“ zeigt Teile eines fortlaufenden Projektes, bestehend aus Videos, Malereien, Zeichnungen, Textkunst, Fotografien und gefundenen Objekten. Impulsgeber für das Projekt sind Medienberichte über Migration. Ziel ist es, die BetrachterInnen zu ermutigen, Zeuge dieser Geschehnisse zu werden und darüber nachzudenken.

Die typische Arbeitsweise der Künstler ist es, „Kreaturen“ mit eigenem Charakter zu schaffen. Die definierten Persönlichkeiten dieser Wesen, nehmen im kreativen Prozess Gestalt an – oft in einer spontanen Auseinandersetzung mit Alltagsgegenständen. Durch das Schaffen dieser Individuen entsteht ein organisches Ökosystem von Objekten, welches wiederum durch jene Individuen beeinflusst wird. In „From Sea to Dawn“ lösen die Performance-Requisiten Assoziationen zum Leben von MigrantInnen aus: Mylar-Folie, Kunststoffflaschen, Taschenlampen und die allgegenwärtigen orangefarbigen Schwimmwesten – Gegenstände, die zu Masken, Torsos, Prothesen und Klammern umgestaltet werden.

Die Animationsvideoarbeit „From Sea to Dawn“ (2016–17) verarbeitet Nachrichtenbilder, die die Reise von MigrantInnen durch Europa zeigen. Vertraute Bilder werden mit Übermalungen verzerrt - Darstellungskonventionen des Westens, vor allem der sentimentale, romantisierende Pathos durchbrochen. Durch Verwendung von Symmetrie, Flachheit, Verzerrung und Humor wird die Geschichte der Reise von MigrantInnen in einer visuellen Sprache des Ostens neu erzählt.

Dieselben Strategien finden in „Where’s Waldo“ (2016–17), einer Serie kollektiver Zeichnungen, Verwendung. Geschichten von MigrantInnen werden gesammelt und destilliert, in „groteske Girlanden“ gewunden, um die sensorischer Wirkung der Körper zu verstärken. Die Künstler beschreiben diese Werke als „ein Hochwürgen, ein Speien und ein Wiederaufnehmen, ein Wiederkäuen – wie bei einem Philosophen – oder bei einer Kuh.“

„Unfaithful Poems“ (2013–17) ist eine Serie von Zeichnungen und Malerei, die auf Fragmente von Poesie reagieren. Dieser Text wurde von den Künstlern als „nicht getreue“ subjektive Neuverfassung einer iranischen „Wallfahrtsballade“ aus dem 20. Jh. in Auftrag gegeben, um die Geschichte eines Migranten in der Gegenwart wiederzugeben. Das Projekt entfaltet sich inmitten einiger großer Bilder. Die Künstler beschreiben ihre auf Pigment beruhende Arbeit als „Nicht-Bilder“, die im negativen Raum des Mediums erzeugt werden, wobei die traditionelle expressive Ausrichtung auf das Ich des einzelnen Künstlers dezentriert wird – was auch Ziel ihres „kreatürlichen“ kollektiven Prozesses ist.

Ramin Haerizadeh (geb. 1975, Teheran), Rokni Haerizadeh (geb. 1978, Teheran) und Hesam Rahmanian (geb. 1980, Knoxville) leben und arbeiten seit 2009 in Dubai. Sie plädieren für eine bestimmte Form von Kooperation, die nicht den individuellen Charakter der Künstler unterdrückt. Die Keimzellen ihrer Sprache bildeten sich 1999 im Iran. Ihre Praxis zeigt eine Neudefinition des Kollektivs, da sich ihre Gruppe stets vergrößerte und Freunde, Schriftsteller und Künstler aufnahm. Bezüge zur Populärkunst und etablierten Kunst und auch „das, was als marginalisiert, abgenutzt, falsch, durcheinander, nutzlos und als selbstverständlich gilt“ finden Eingang in ihren Arbeiten. Ihre Arbeitsweisen unterscheiden sich stilistisch, während politischer und sozialer Kommentar inhärent subversiv in der gemeinsamen Reflexion zur Geltung kommt. Ihre Ausstellungen geben Einblick in ihre tägliche Praxis, die sie als ein Ritual des gemeinsamen Lebens und Arbeitens beschreiben.

Bildlegende: Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh, Hesam Rahmanian, Untitled, 2017–18, video still, photo the artists, courtesy the artists and Galerie Krinzinger

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