Wohin in Wien

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Genia

Wann:

  • So 1. Mär ’20, 11:00
  • So 8. Mär ’20, 19:00
  • Di 10. Mär ’20, 19:00
  • Do 12. Mär ’20, 19:00
  • Di 24. Mär ’20, 19:00
  • So 29. Mär ’20, 19:00
  • Di 31. Mär ’20, 19:00
  • Do 2. Apr ’20, 19:00
  • Alle Sitzungen sehen

Wo:

Wiener Kammeroper , Fleischmarkt 24, 01. Innere Stadt

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Ticket Information:

Oper in zwei Akten (2020)Musik von Tscho TheissingLibretto von Kristine TornquistIn deutscher Sprache mit deutschen ÜbertitelnUraufführung | Ein Auftragswerk des Theater an der Wien in der KammeroperHandlung:Ludwig van Beethoven wohnt der Probe einer seiner Sinfonien bei, um ihn herum scharwenzelt unermüdlich sein Sekretär Anton Schindler. Jedes Wort des Meisters wird von ihm in einem Notizbuch für die Nachwelt festgehalten. Aktuell ist Beethoven mit der Probe sehr unzufrieden, seine Vorstellungen über die Frage, wie schnell nun ein Allegro zu sein habe und ab wann es ein Prestissimo wäre, differieren extrem von denen des Orchesters. Seinem Ärger über die ihn umgebende Inkompetenz macht der Komponist in allgemeinen Sentenzen über die Kunst Luft, Schindler schreibt eifrig mit. Wie auf Stichwort erscheint die Lösung des Tempoproblems in Gestalt der Erfinder Johann und Leonhard Mälzel. Beethoven glaubt an eine positive Entwicklung der Zukunft durch Kunst, die Mälzels glauben an die Technik. Die beiden Sphären tangieren sich in ihrer neuesten Arbeit: Sie präsentieren Beethoven eine Takt-Maschine, die unbeirrbar objektiv einen festen Takt vorgeben kann und damit alle Streitigkeiten zwischen Orchester und Komponist einfür allemal erledigen soll – sie nennen es „Metronom“. Beethoven interessiert sich jedoch mehr für die begabte Assistentin der Mälzels, Elise. Die junge Technikerin erklärt die Funktionsweise des Metronoms, und sofort ist der sonst abweisende Komponist in sie verliebt. Schindlerschreibt mit. Elise ist ihrerseits fasziniert von dem kauzigen Genie. Leonhard Mälzel sieht diese Entwicklung mit Missmut, wollte er doch selbst Elise heiraten. Nichtsdestotrotz planen die Mälzels eine lukrative Zusammenarbeit mit Beethoven und entwickeln dafür ein mechanisches Orchester mit 259 Instrumenten, das Panharmonicum. Elise füttert es mit der Partitur von Wellingtons Sieg. Mit einer Ohrenbrille versehen lauscht Beethoven seiner Komposition, während Elise das Panharmonium virtuos regelt, aber nach der Vorführung geraten Komponist und Erfinder in Streit über den Besitz der Partitur. Elise will nun für ihren bewunderten Ludwig ein besonderes Werk erfinden, das Technik und Kunst vereint. Leonhards Eifersucht steigt. Sieben Monate arbeitet Elise an ihrem Geschenk, nicht ahnend, dass sie sich damit eine mächtige Konkurrenz erschafft und die Musikgeschichte nachhaltig beeinflussen wird…Zum Werk:Anlässlich des Beethoven-Jahres 2020 wird – neben der Uraufführung von Christian Josts Egmont im Theater an der Wien – auch in der Kammeroper eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem großen Komponisten stattfinden, als ironischer Gegenentwurf zu den heroischen Aspekten von Werk und Person dieses Titanen. Der Komponist Tscho Theissing und die Librettistin Kristine Tornquist haben sich intensiv mit Beethovens großen Lebensthemen wie Kunst, Freiheit und Zukunft auseinandergesetzt, sich aber auch eingehend mit der historischen Figur Beethoven und den mit ihm verbundenen Klischees und Anekdoten beschäftigt, mit seinen schwierigen und geheimnisvollen Liebesbeziehungen, mit seinem eigenwilligen, verschlossenen Charakter, mit den Menschen aus seinem unmittelbaren Umfeld. Beethovens Biografie tangierte auch in der Realität folgenreich die der Brüder Mälzel, die mit ihren revolutionären Erfindungen eine kongeniale thematische Ergänzung bilden: Kunst und Wissenschaft treffen zu Anfang des 19. Jahrhunderts explosiv und richtungsweisend aufeinander. Der immer stärker ertaubende Beethoven glaubt, mit Hilfe der Mälzels seinen Traum einer nie gehörten, alle Vorstellungskraft sprengenden Musik der Zukunft verwirklichen zu können. Auf der Basis von Tornquists genauen Studien der Historie werden Dichtung und Wahrheit vermischt. Herausgekommen ist dabei eine fiktive, fantastische Episode aus Beethovens Leben. Mit Genia präsentiert Tscho Theissing sein erstes abendfüllendes Musiktheaterwerk. Natürlich gibt es darin auch Anklänge an Beethovens Schöpfungen. Versatzstücke von dessen Kompositionen, bekannte wie unbekannte Themen scheinen auf, allerdings weniger als Zitate, denn als Assoziationen oder Gedankenbilder, die weiterentwickelt werden. Beethovensche Motive und Strukturen bilden die Basis, auf der Theissing mit seiner eigenen Methodik die spezielle Klangwelt für diese Oper geschaffen hat. Entstanden ist dabei ein außergewöhnliches Werk mit einer ganz eigenen musikalischen Sprache, die sich von Beethovens Musik und seiner vielschichtigen Persönlichkeit inspirieren lässt, aber in Instrumentation und Stilistik neue, überraschende und spannende Wege geht.

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