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Anton Herzl „Here & Now“

Anton Herzl „Here & Now“

Wann:

  • Do 2. Jun, 19:00 – 22:00
  • Fr 3. Jun, 15:00 – 19:00
  • Di 7. Jun, 15:00 – 19:00
  • Do 9. Jun, 15:00 – 19:00
  • Fr 10. Jun, 15:00 – 19:00
  • Di 14. Jun, 15:00 – 19:00
  • Do 16. Jun, 15:00 – 19:00
  • Fr 17. Jun, 15:00 – 19:00
  • Di 21. Jun, 15:00 – 19:00
  • Do 23. Jun, 15:00 – 19:00
  • Fr 24. Jun, 15:00 – 19:00
  • Fr 1. Jul, 15:00 – 19:00
  • Alle Sitzungen sehen

Wo:

District4art, Wiedner Gürtel 12, 04. Wieden

Altersbeschränkung:

Alle Altersklassen

Ticket Information:

  • Eintritt frei

Am Donnerstag, den 02. Juni 2022 findet um 19 Uhr im DISTRICT4art am Wiedner Gürtel 12 im vierten Wiener Gemeindebezirk die Eröffnung von Anton Herzls Einzelpräsentation Here & Now statt. Zu sehen sind Wandobjekte und Skulpturen, wie u.a. die Lefzen-Serie (2017) und aktuelle Arbeiten, wie die eigens für die Ausstellung produzierten Skulpturen Schallalalala (2022) und O-oh (2022) oder die Wandobjekte Gegenwartspizza (2021) und Parade presence – soseidem (2021) aus der Serie Abjekte.

Seit der elektronischen Revolution treten visuelle Zeichen nicht nur in einer nie dagewesenen Quantität und Frequenz auf, sondern haben auch einen hohen Komplexitätsgrad erreicht. Diese virtuellen Bilder bewirken eine größtmögliche Realitätssimulation bei gleichzeitiger größter Manipulierbarkeit.

Mit den Aufschriften Parade presence - soseidem und Gegenwartspizza widmet Anton Herzl seine Wandobjekte einer Reflexion über die herrschende Bilderflut und das Leben in einem scheinbar vergangenheits- und zukunftslosem Jetzt, wie es durch die zeitgeistigen Digitalplattformen hervorgerufen wird.
Kunstgeschichtliche Zitate erscheinen als Flohmarktstickereien, das Gefüge der Zeit wird von einer Schmeißfliege, die säugende Kunst von einer Kakerlake bewohnt: Ein Wandobjekt ist zwar als Abbildung in einem Katalog auch ein Bild, verweist aber – als Übergangsform von Gemälde und Plastik – auf das Nebenprodukt aller Dialektik: Tertium datur!

Inhaltlich und formal philosophiert und reflektiert Anton Herzl über die überbordende Bilderzeugung und permanenten Bildtransformationen im Internetzeitalter und den damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Wahrnehmung. Je immaterieller, technischer und vermittelter die Erscheinungsform der Bilder wird, desto mehr wächst die Skepsis gegenüber der Evidenz des Visuellen. Paradoxerweise stellt gerade unsere visuell dominierte Kultur den Status des Bildes zur Disposition, obwohl Bilder wie nie zuvor die Stiftung gesellschaftlicher Zusammenhänge bzw. Identitäten und Steuerfunktionen übernommen haben. Vorgefertigte Bilder aus übersättigten Bilderpools durchfließen unaufhaltsam die Kommunikationskanäle und ewiggleiche, differenzlose Selfies, die den kognitiven Radius der eigenen Armlänge nicht mehr in der Lage sind zu überwinden und seit den 2010er Jahren als Populär-Kultur „Nummer eins“ sind, grassieren im sozialen Netzwerk. Wir werden so vom Bilderflutschlamm mitgerissen, was ein Einnehmen des eigenen Standpunkts und ein Anhalten im Sinne von Innehalten und verortet sein unmöglich macht.

Anton Herzl ist Maler, Künstler, Autor, Kurator, Schriftsteller und Dichter, Kunstvermittler, Musiker, Vortragender und Plaudertasche. Je nach Thema transferiert er seine philosophisch-ästhetischen Reflexionen über die gesellschaftlichen Zustände in ein für ihn adäquates Medium. Für die Arbeiten in der Ausstellung Here & Now hat er sich für die Vermittlungstools Skulptur und Wandobjekt entschieden. Diese „Medien im realen Raum“ katapultieren die Betrachter:innen quasi ins „hier und jetzt“, verändern die Parameter der kognitiven Wahrnehmung und provozieren einen qualitativen Perspektivenwechsel, einerseits durch unbewusste Aufforderung sich im realen Raum zu bewegen, und anderseits durch eine körpersprachliche, bildliche und narrative Geste, die die Rezipient:innen zum Sehen anweist und sie dazu bringt, Haltung bzw. Position zu beziehen.

Der Besuch der Galerie ist auch nach Terminvereinbarung M +43 660 55 888 05, info@district4art.eu möglich.

Bildsujet: Anton Herzl, Gegenwartspizza (2021) aus der Serie Abjekte, (Ausschnitt), Wandobjekt, Photokarton, Holz, Maché, 140 x 100 cm, Foto: Sandra PHOTO-ART-DESIGN.

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